Schach ist nicht unbedingt das „In-Spiel“ der jungen Leute von heute.
Gameboy, Playstation und X-Box haben Schach seit langem verdrängt. Umso begrüßenswerter ist es, dass das „Spiel der Könige“ wie Schach auch genannt wird, seit zwei Jahren fester Bestandteil unseres schulischen Angebotes an der Albert-Schweitzer-Realschule plus ist.
Schach ist ein sehr komplexes Spiel, dessen Regeln zwar einerseits relativ leicht zu erlernen sind, andererseits ist es so vielschichtig, dass es nie langweilig wird.
Dem Leiter der Schach-AG, Realschullehrer Gregor Leda, ist neben dem Spielspaß die pädagogische Zielsetzung ganz wichtig. „So ist Schach das ideale Gegenstück zur ‚Fast-food-Unterhaltung‘, wie die genannten Videospiele, Fernsehen und Internet.Beim Schach ist die volle Konzentration der Schüler gefordert, die erstaunlicherweise von den Kindern sehr gern und ausdauernd gestellt wird. Darüber hinaus taugt Schach ‘nebenbei‘ fast unbemerkt zur Charakterschulung.“ so Leda.
„Das Kind lernt auch zu verlieren und die ‚Niederlagen‘ sind zuordnungsfähig, da hat, wenn es mal schlecht lief, keinen Schiedsrichter, oder der schlechte eigene Torwart das Spiel ‘vergeigt‘.“ so der AG-Leiter. „Das Kind fasst sich an die eigene Nase, versucht im Idealfall die Lücken im eigenen Spiel zu finden um beim nächsten Mal anders zu agieren.“

In der Arbeitsgemeinschaft können sich die Schülerinnen und Schüler einmal in der Woche beim Schachspielen messen. Neben den wertvollen Hilfestellungen von Gregor Leda konnten die Schüler im Laufe der Zeit auch viele eigene Erfahrungen sammeln. Ebenso hat das Schachspiel bereits positive Auswirkungen auf andere Unterrichtsfächer. „Die Schüler sind stärker bei der Sache, sind ausdauernder, nehmen Verluste ‚sportlicher‘, um aber sofort wieder die richtigen Schlüsse für die Weiterarbeit zu ziehen.“

Eine tolle Erfahrung war es Anfang Februar 2015, sich auch gegen neue, Spielpartner durchsetzen zu müssen, denn die Gruppe hatte sich für die Pfälzischen Schulschachmeisterschaften in Wörth am Rhein angemeldet. Dies war ein ganz besonderes Highlight, denn die neuen Gegner waren unbekannt und deren Strategien ebenso. So reisten am 2. Februar zwei ASRplus Teams nach Wörth. In der dortigen Festhalle duellierten sich an diesem Tag 24 Teams aus 16 Schulen der Pfalz untereinander.

Die ASR+ trat dabei in der Wettkampfklasse III (Jahrgang 2000 und jünger) mit folgenden Schülern an:

Unser Team 1 beim Schulschachturnier
Unser Team 2 beim Schulschachturnier

Team I: Eric Hüttenberger 8a, Kim Dauenheimer 9g,DennisKlein 9h, Hüseyin Sevda 7a
Team II: Marvin Baab 7b, Lucas Jeblick 8h, Nick Worster 8h, Lukas Reisch 6g

Jede Mannschaft bestand aus vier Spielern, wobei jeder Spieler sieben Mal gegen eine andere Schule antreten musste. Pro Schachspiel hatten die Spieler 20min Bedenkzeit.

 

Als beste Spieler der ASR+ taten sich Hüseyin Sevda der Klasse 7a hervor, der insgesamt drei seiner sechs Spiele gewann und Nick Worster mit zwei Siegen und einem Remis. Jüngster Spieler war Lukas Reisch aus der 6g, der einen Sieg und ein
Remis einholte und das obwohl er in einer höheren
Wettkampfklasse antrat.

Unseren Spielern galt ein Glückwunsch zur ersten erfolgreichen Teilnahme am Schulschachturnier die ASRplus ist der Verbandgemeinde Winnweiler für die Bereitstellung des Kleinbusses, der die Gruppe nach Wörth gebracht hat, sehr dankbar.

 

ASRplus Schüler behaupten sich im Schulschachturnier in Wörth